In Barcelona schreibe ich ausschließlich im Bett. Ich mutiere zum Bettseller. Oder zum Bedzeller. Alle drei Tage bade ich Courasche im Meerwasser und führe sie zum Pas de deux aus.

Zurück in Veckenstedt putze ich Staub, staple Holz, wühle in der Erde und beziehe Betten. Um Zeit zum Malen zu finden, stelle ich mich auf den Kopf. Ich male in Fledermausposition und tanze mit ausgebreiteten Flügeln. Tango. Ohne Wiegeschritt.

Die Kunstmühle ist ein Vielfraß, ein Drachenkind und ein Bollwerk.

Im dritten Durchgang meines Kunstromans „Simpel – Gui me“ läuft mir Saubertus zu. Herrn von G überlasse ich die Beerenernte. Zur Überarbeitung ziehe ich mich jeden Nachmittag in den hellsten Saal der Kunstmühle zurück und dialogisiere mit Grimmelshausen und Saubertus, wenn ich nicht gerade Evas Wurmstiche zu Mus koche.